Langfilme

(Reservierungen möglich auf www.filmgalerie.de)

KISS ME (EMBRASSE-MOI!)  

Eröffnungsfilm!

Donnerstag | 2. November | 20.00 Uhr

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Frankreich 2017 – 90 Minuten – Regie: Océanerosemarie, Cyprien Vial
Französisches Original mit deutschen Untertiteln

Bei den ersten QUEER-STREIFEN 2012 zeigten wir KYSS MIG, die schwedische Lesben-Romanze. Jetzt kommt mit EMBRASSE-MOI! die französische Lesben-Komödie! Obendrein romantisch, Taschentuchfaktor tausend. Doch der Reihe nach: Océane ist Physiotherapeutin und kann gut massieren. Laut keifend rennt ihr die Freundin davon. Noch eine Ex, c’est la vie. Kurz darauf trifft sie unvermittelt auf Cécile, die von ihr aus einer akuten Notlage befreit wird. Schnell ist es um Océane geschehen. Doch Cécile wirkt unterkühlt und distanziert. Océane muss alles daran setzen, sie zu erobern. Diesmal ist es die Richtige, die Frau für’s Leben! Ihre überbordende Kreativität hilft dem Schicksal auf die Sprünge und das ungleiche Paar findet zueinander. Das Glück scheint perfekt. Auf ihrer Geburtstagsfeier wird Océane jedoch von ihrer frauenreichen Vergangenheit eingeholt. Es kommt zum Eklat, bei dem die sonst so gefasste Cécile gewaltig aus ihrer Haut fährt … Ist die Beziehung noch zu retten?

Tausendsassa Océanerosemarie ist Hauptdarstellerin und Regisseurin des Films. Die Schöpferin einer One-Woman-Show und eines Comic-Romans arbeitet u.a. für’s Theater, als Kolumnistin sowie als Radiosprecherin und hat schon eine musikalische Karriere hinter sich. Sie hatte genug von Coming-Out-Filmen und findet Lesben in Komödien generell unterrepräsentiert. Ganz anders hier, und es bleibt kein Auge trocken!

Diese Filmvorführung wurde ermöglicht durch die freundliche Unterstützung von Bürgermeisterin Gertrud Maltz-Schwarzfischer. Vielen Dank!


HANDSOME DEVIL

Freitag | 3. November | 19.00 Uhr

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Irland 2016 – 95 Minuten – Regie: John Butler
Englischsprachiges Original mit deutschen Untertiteln

Ned Roche (Fionn O’Shea) kann seinen Vater und seine Stiefmutter nicht davon überzeugen, dass das schicke Internat, das sie für ihn ausgesucht haben, nicht das richtige für ihn ist. Mit Rugby, das dort wie eine Religion gefeiert wird, kann der 16-jährige Einzelgänger, der David Bowie und Ditta Von Teese liebt, nichts anfangen. Als der talentierte Rugbyspieler Conor (Nicholas Galitzine) sein neuer Zimmernachbar wird, befürchtet Ned das Schlimmste. Zwischen den beiden gegensätzlichen Jugendlichen entwickelt sich aber eine Freundschaft, die dafür sorgt, dass das Mobbing, dem Ned ausgesetzt ist, aufhört. Der inspirierende Englischlehrer Dan Sherry und der Rugby-Coach Pascal O’Keeffe beeinflussen die Entwicklung dieser Freundschaft und tragen den Konflikt auf anderer Ebene aus.

Die beiden Hauptdarsteller spielen mit einem warmherzigen Charme. Für John Butler, den Regisseur, ist dieser Film persönlich und autobiografisch. Er wollte mit der Homophobie und dem Konformismus in der Gesellschaft und vor allem in Schulen abrechnen. Es war ihm auch wichtig, dass der Film für Zuschauer jeden Alters zugänglich ist, weil man die Gesellschaft nicht früh genug zur Toleranz erziehen kann. „LGBT gehört nicht zu, sondern ist Mainstream“, meint Butler. Die Filmkritik lobt HANDSOME DEVIL als „charming“ und „terrific“ oder nennt ihn gar „the Irish Moonlight“.

Diese Filmvorführung wurde ermöglicht durch die freundliche Unterstützung von:

Farben Eckert

Vielen Dank!


CHAVELA

Freitag | 3. November | 21.00 Uhr

Chavela (3)

USA 2017 – 90 Minuten – Regie: Catherine Gund, Daresha Ky
Spanisch-englischsprachiges Original mit deutschen Untertiteln

Porträt einer grandiosen Frau und extravaganten Persönlichkeit: Chavela war die Geliebte von Frida Kahlo, die Muse von Pedro Almodóvar, und die größte Sängerin Südamerikas – um nur einige ihrer Facetten zu nennen. Sie lief in ihren frühen Teenager-jahren von Zuhause weg und fing an, auf der Straße zu singen. In den 1950ern wurde sie ein Liebling der erblühenden Bohème-Szene von Mexiko-Stadt. Sie forderte die mexika-nische Mainstream-Moral heraus, indem sie Hosen trug, Tequila trank und Zigarren rauchte. Nach einer langen, dem intensiven Alkoholgenuss geschuldeten Auftrittspause wurde sie Anfang der 1990er-Jahre wiederentdeckt. Sie hatte ein beeindruckendes Comeback, bevor sie nach Spanien ging, wo sie wie ein Phönix aus der Asche wieder aufstieg. Stark, lustig und quicklebendig hatte sie ihre besten Jahre nach ihrem 71. Geburtstag.

Chavelas lustvolle, schmerzliche, musikalische und zutiefst spirituelle Reise zu sich selbst ist der Dreh- und Angelpunkt dieser Dokumentation. Aus teils unveröffentlichtem Material und Interviews mit Chavela selbst, ihren Weggefährten, Kolleginnen und Partnerinnen entstand ein liebevolles Porträt der charismatischen und zeitlebens offen lesbisch lebenden Ausnahmekünstlerin, die 2012 im Alter von 93 Jahren starb. Pedro Almodóvar sagt über sie: „Ich glaube, es gibt keine Bühne auf dieser Welt, die groß genug für Chavela wäre.“

Diese Filmvorführung wurde ermöglicht durch die freundliche Unterstützung von:

Tanzschule Schilke

Vielen Dank!


MARIKAS MISSIO

Der Regisseur & das Paar aus dem Film sind anwesend!

Samstag | 4. November | 17.00 Uhr

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Deutschland 2017 – 73 Minuten – Regie: Michael Schmitt
Deutsche Originalversion

Wir freuen uns, euch diesen wunderbaren Dokumentarfilm über eine starke Regens-burger Persönlichkeit präsentieren zu können. Marika ist stark im Glauben verwurzelt und katholische Religionslehrerin. Seit ihrer Kindheit ist dies ihr Traum-beruf. Bevor sie unterrichten durfte, wurde ihr die Missio Canonica erteilt, die Lehrerlaubnis der katho-lischen Kirche. In einem persönlichen Lebenszeugnis musste sie erklären, dass sie ein Leben nach der Sittenlehre der katholischen Kirche führen wird. Diese Lehrerlaubnis kann bei bestimmten Loyalitätsverstößen wieder entzogen werden, etwa wenn man offen homosexuell lebt. Dem jahrelangen Druck, ihre Beziehung mit Partnerin Anke zu verstecken, setzt Marika ihren tiefen Glauben entgegen. Nach 14 Jahren Doppelleben muss sie eine Entscheidung treffen: Weiter ihren Traumberuf ausüben oder die einge-tragene Lebenspartnerschaft mit Anke eingehen …

In MARIKAS MISSIO gelingt Michael Schmitt ein sehr persönlicher Blick auf ein weit-gehend unbeachtetes und selten gezeigtes gesellschaftliches Thema: die Verbindung zwischen starkem christlichen Glauben und Homosexualität. Der Filmemacher (und Bruder von Anke) kommt dabei den beiden Protagonistinnen Marika und Anke sehr nah.

Diese Filmvorführung wurde ermöglicht durch die freundliche Unterstützung von Margit Krämer. Vielen Dank!


SIGNATURE MOVE

Samstag | 4. November | 19.00 Uhr

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USA 2017 – 80 Minuten – Regie: Jennifer Reeder
Originalsprache mit deutschen Untertiteln

Zaynab arbeitet als Anwältin und wirft nebenher den Haushalt für sich und ihre pakistanische Mutter. Diese scheint auf beiden Augen blind zu sein, weil sie nach dem passenden Mann für Zaynab Ausschau hält. Sie weiß nicht sehr viel über ihre Tochter, während die seichten Beziehungsdramen im Fernsehen ihren Tagesablauf bestimmen. Für einen Blick nach draußen zückt sie manchmal ihr Fernglas und wird vom richtigen Leben überrascht. Zaynab geht zum Wrestling um Stress abzubauen. Eines Tages an einer Bar begegnet sie der Mexikanerin Alma, deren Ausstrahlung sie nicht lange wider-stehen kann. Der Funke springt bald auf Alma über. Vom Stadtspaziergang bis hin zum gemeinsamen Zähneputzen. Doch bevor es weiter gehen kann, funkt eine andere Beziehung dazwischen. Alma scheint nicht kompromissbereit. Hier braucht es einen besonderen Move!

Eine kreativ erzählte Story, in der wir uns alle leicht wiederfinden. Und kein Wunder, dass Zaynab so authentisch rüberkommt: ihre Geschichte ist auch die ihrer Darstellerin, gleichzeitig Produzentin und Drehbuchautorin. Einige kennen sie vielleicht aus HER STORY oder als Trumps fiktive muslimische Tochter im MUSLIM TRUMP DOCUMENTARY. Mirza erntete viel Kritik für einen Tweet, in dem sie sich gleichzeitig als Muslima und Lesbe outete. Dass beides (und noch viel mehr!) sich nicht ausschließt, nehmen wir  ihr ab.

Diese Filmvorführung wurde ermöglicht durch die freundliche Unterstützung von:

Tigergreen

Vielen Dank!


QUEEN OF IRELAND

Samstag | 4. November | 21.00 Uhr

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Irland 2015 – 86 Minuten – Regie: Conor Horgan
Englischsprachiges Original mit deutschen Untertiteln

Irland, 23. März 2015: Panti Pandora Bliss, Irlands bekannteste Dragqueen und LGBTI-Aktivistin, wird von der Menge bejubelt, während sie zur Bühne schreitet, die vor dem irischen Parlament aufgebaut ist. Auf der Bühne zeigt sie ein Kärtchen mit nur einem Wort: „Equal“. Die Anwesenden flippen fast aus. Am Vortag hatte Irland der Ehe für alle zugestimmt und war somit das erste Land der Welt geworden, das diese Gleichberechtigung per Volksabstimmung beschlossen hat. Die kurvenreiche bigger than reality Panti Bliss war das Gesicht der Kampagne. Rory O’Neill aber, ihr Schöpfer, war es, der die Türen abgeklappert hat, um für eine Ja- Stimme zu werben.

Als er mit diesem Projekt startete, konnte der Regisseur Conor Horgan nicht ahnen, dass seine Hauptfigur Rory nicht nur Panti, sondern sogar die Queen of Ireland werden würde. Der Film erzählt beide Geschichten. Die von Rory, der sich erst outet, nachdem er seinen eher erstickenden Geburtsort Ballinrobe verlassen hat. Nach einem Umweg über Japan kann er auch in seiner irischen Heimat Erfolge feiern. Er kämpft von nun an unentwegt gegen Homophobie. Die zweite Seite der Geschichte zeigt Panti, die sich ganz von Rorys Ängsten und Repressionen befreit hat. Sie ist alles, was sein Alter Ego nicht ist: unverwüstbar, schamlos, selbstsicher. Die fulminante Hauptdarstellerin dieser Dokumentation schafft es, sich von ihrem Publikum ins Herz schließen zu lassen.

Diese Filmvorführung wurde ermöglicht durch die freundliche Unterstützung von:

STA Travel

Vielen Dank!


Samstag, 4.11. ab 22.30 Uhr: FLIMMERKASTEN-FETE!


 

HOMØE

Auf der Suche nach Geborgenheit | Mit Michael Glas vom AK Flucht & Migration, Fliederlich e.V. Nürnberg und Thomas Michel von Rainbow Refugees München

Sonntag | 5. November | 15.00 Uhr

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Deutschland 2017 – 57 Minuten – Regie: Bin Chen
Original mit deutschen Untertiteln

Der Film gibt einen spannenden Einblick in die Situation und das tägliche Leben von LGBTI-Geflüchteten in Deutschland. Die drei Protagonisten Melissa, Javid und Boris sind aus unterschiedlichen Gründen und aus verschiedenen Ländern geflohen. Sie hatten gehofft, in Deutschland sichererer und diskriminierungsfreier leben zu können. Ihre Erlebnisse mit deutscher Bürokratie, anderen Flüchtlingen in ihren Unterkünften oder dem neuen Umfeld sind aber oft ernüchternd.Javid aus Aserbaidschan startet eine Kampagne für LGBTI-Rechte, nachdem er einen Suizidversuch in der Flüchtlings-unterkunft überlebt hat. Gleichzeitig zieht Boris aus Russland in die erste deutsche Unterkunft für LGBTI-Geflüchtete in Nürnberg, aber er leidet wegen des komplizierten Asylverfahrens an Depressionen. Die Syrerin Melissa hat es in den Norden Deutschlands verschlagen. Sie hat ihren eigenen künstlerischen Weg gefunden, um andere Geflüchtete zu ermutigen.

Dieser bemerkenswerte Abschlussfilm von Bin Chen entstand im Rahmen seines Masterstudiums Fernsehjournalismus an der Hochschule Hannover. Der Film ist ein wichtiger Beitrag zur hitzig debattierten Flüchtlingsproblematik.

Im Anschluss an den Film wird es ein Gespräch mit Thomas Michel von Rainbow Refugees München und Michael Glas vom AK Flucht & Migration des Fliederlich e.V. Nürnberg geben.

Diese Filmvorführung wurde ermöglicht durch die freundliche Unterstützung von:

Filmbühne

Vielen Dank!


OUT OF IRAQ

Sonntag | 5. November | 17.00 Uhr

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USA 2016 – 81 Minuten – Regie: Eva Orner, Chris McKim
Englisch-arabischsprachiges Original mit englischen Untertiteln

Nayyef ist 2004 im irakischen Ramadi, damals einem der gefährlichsten Orte auf der Welt, als Dolmetscher für die amerikanische Armee tätig. Btoo ist irakischer Soldat. In ihrem Land ist die gleichgeschlechtliche Liebe verboten. Wenn sie sich outen würden, dann wären sie verfolgt und wahrscheinlich ohne gelyncht worden. Das ist der Grund, warum beide sich lange nicht trauen, ihre Gefühle dem anderen gegenüber in Worte zu fassen. Als Nayyef den Irak mit seinem amerikanischen Visum Richtung gelobtes Land verlässt, hofft er, dass Btoo ihm schnell folgen kann. Btoo flieht aus der Armee, verlässt seine Familie, zieht in den Libanon und versucht dort, als Flüchtling anerkannt zu werden. Wegen der unzähligen Rückschläge erleben beide eine emotionale Achterbahnfahrt, die sie fast an den Abgrund führt.

Die Dokumentarfilmer Eva Orner (u.a. Oscar für die beste Doku 2008) und Chris McKim schildern uns diese unglaubliche Liebesgeschichte, die sich auf zwei Kontinenten und über fünf Jahre abspielt. Immer wieder fragt man sich als Zuschauer fast verzweifelt, ob diese Männer es wirklich schaffen werden, ihr Leben zusammen zu gestalten.

Diese Filmvorführung wurde ermöglicht durch die freundliche Unterstützung von Festival-Teammitglied Michel Devriendt. Allerbesten Dank!


A MOMENT IN THE REEDS

Sonntag | 5. November | 19.00 Uhr

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Finnland 2017 – 107 Minuten – Regie: Mikko Makela
Englisch-finnischsprachiges Original mit englischen Untertiteln

Leevi, der einige Jahre in Paris Literatur studiert hat, kehrt für den Sommer nach Finnland zurück, um seinem Vater beim Renovieren des Ferienhauses zu helfen. Dieser hat sich nie so richtig damit abgefunden, dass sein Sohn schwul ist und obendrein noch Literatur studiert – brotlose Kunst für den eher handwerklich orientierten Vater. Als weitere helfende Hand trifft auch Tareq, ein Architekt aus Syrien, in der finnischen Idylle ein. Tareq ist kürzlich nach Finnland geflüchtet und hat aufgrund der Sprach-barriere noch keine feste Anstellung. Nachdem Leevis Vater aus beruflichen Gründen zurück in die Stadt muss, entdecken Tareq und Leevi gemeinsame Interessen und beginnen Gefühle füreinander zu entwickeln. Beide sind froh, den heimatlichen Verhältnissen entkommen zu sein, wenn auch unter völlig anderen Vorzeichen.

Mikko Makelas Regiedebüt ist ein erstaunlich reifes, vielschichtiges und romantisches Drama, das zusätzlich mit intensiven Sexszenen überzeugt. Aber auch das Setting zeugt von einem Sinn für die leisen Zwischentöne im Lärmen globaler Ereignisse. Während die Abgeschiedenheit des Ferienhauses in der finnischen Provinz für den einen das Sinnbild für Engstirnigkeit und familiäre Zwänge ist, bedeutet sie für den anderen die Freiheit, endlich zu leben, wie er es sich immer gewünscht hat.

Diese Filmvorführung wurde ermöglicht durch die freundliche Unterstützung von:

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Vielen Dank!


CLOSE-KNIT (Karera ga honki de amu toki wa)

Sonntag | 5. November | 21.00 Uhr

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Japan 2017 – 127 Minuten – Regie: Naoko Ogigami
Japanischsprachiges Original mit deutschen Untertiteln

Seit dem Jahre 2002 ist es allen Japanern, die sich einer geschlechtsangleichenden Operation unterzogen haben, gesetzlich erlaubt, ihren rechtlichen Personenstand entsprechend dem eigenen Empfinden zu ändern. An diesem Punkt befindet sich Rinko (Toma Ikuta). Die Arbeit an ihrem Körper ist abgeschlossen, wie sie sagt, aber so ganz hat sie das Mannsein noch nicht hinter sich gelassen. Es ist hilfreich, dass sie ihren Zustand erklärt, denn in Naoko Ogigamis siebtem Spielfilm lernen wir Rinko durch die Augen eines Kindes kennen. Die elfjährige Tomo (Rinka Kakihara) muss mit vielen Problemen gleichzeitig fertig werden. Eines davon ist ihre Mutter, die, wenn sie spät nach Hause kommt, meist betrunken ist, und eines Tages schließlich ganz wegbleibt. Die einzige Möglichkeit ist, bei ihrem Onkel Makio (Kenta Kiritani) unterzukommen, der mit Rinko in einer festen Beziehung zusammenlebt. Diese anfängliche Zweck-WGKonstellation nutzt Naoko Ogigami, um seinen Film als Ensembledrama zu etablieren: Tomo, die sich allein gelassen fühlt, muss sich an die neue Situation gewöhnen. Und schließlich führt das Stricken sie an Rinko heran.

CLOSE-KNIT ist ein sehr behutsamer Film – ein ausgefeiltes Interesse gilt den Figuren. Rinko wird von Naoko Ogigami nicht zu einer stereotypen Vertreterin aller Transfrauen degradiert, sondern hat Tiefe, Persönlichkeit und eine eigene Geschichte.

Diese Filmvorführung wurde ermöglicht durch die freundliche Unterstützung von:

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Vielen Dank!


A DATE FOR MAD MARY

In Kooperation mit HEIMSPIEL Filmfest!

Montag | 6. November | 21.00 Uhr

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Irland 2016 – 82 Minuten – Regie: Darren Thornton
Englischsprachiges Original mit deutschen Untertiteln

Mary war eine Zeit lang im Gefängnis. Wenn jemand ihr den falschen Blick zuwirft, bricht lautstarke Frustration aus ihr heraus. Und so einiges mehr kann mit ihr passieren, bevor bald Polizeisirenen aufheulen. Doch ihre Geschichte ist kein Sozialdrama. Dieselbe Mary hegt Sehnsucht nach ihrer besten Freundin aus Schultagen, ihrer engsten Vertrauten. Charlene steckt allerdings tief in ihren Hochzeitsvorbereitungen. Als Trauzeugin muss auch Mary sich auf den großen Tag einstimmen und bekommt organisatorische Aufgaben aufgedrückt. Dabei muss sie auch erkennen, wie sich Charlene mehr und mehr von ihr entfernt. Und nicht zuletzt stellt sich die Frage nach Marys Begleitung für das Hochzeitsfest. Ein nicht gerade vielversprechender Date-Marathon nimmt seinen Lauf. Und die widerspenstige Mary gerät auf Abwege …

Darren Thornton bringt der Story seines Langfilmdebüts viel Respekt und Feinsinnigkeit entgegen. Der Spannungsbogen schwankt zwischen sich an-bahnendem Gefühl und nüchterner Realität. Die derzeit gefragteste irische Schauspielerin Seána Kerslake verleiht ihrer schroffen wie sensiblen Figur sehr viel Tiefe. Marys besonderer Charme fesselt! PS: In Sachen Hündinnenblick und Schmollmund drängt sich der Vergleich mit Adèle aus „Blau ist eine warme Farbe“ auf.

Diese Filmvorführung wurde ermöglicht durch die freundliche Unterstützung von

Taracafé

Tarayoga

Vielen Dank!


THE YEAR I LOST MY MIND

Regisseur anwesend!

Dienstag | 7. November | 21.00 Uhr

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Deutschland 2017 – 85 Minuten – Regie: Tor Iben
Deutsche Originalversion

Der einsame Tom verliebt sich bei einem Wohnungseinbruch mit seinem Kumpel Rachid in den schlafenden Bewohner Lars, einen jungen Geschichtsdozenten. Tom beginnt Lars heimlich zu beobachten und zu verfolgen, ohne ihm etwas von seiner Existenz und seinen Gefühlen zu verraten. Immer mehr verirrt Tom sich in einem Versteckspiel, in einem Labyrinth der Leidenschaften. Als Lars ihm auf die Schliche kommt, wird der Verfolger für einen Augenblick zum Verfolgten, aber schon im nächsten Moment wendet sich das Blatt noch einmal … Tom pflegt eine Obsession zur Maskerade. Er sammelt Masken und versteckt sich auch im Alltag gerne hinter denselben. Und dabei scheint er sich manchmal selbst zu fragen, was es damit eigentlich auf sich hat.

THE YEAR I LOST MY MIND wurde ausschließlich in Berlin gedreht. An “geschichtsträchtigen” Orten, die in der schwulen Historie der Stadt eine Rolle spielen: Im Tiergarten, im Schwulen Museum oder im Ficken 3000 – Orte schwuler Geschichte und Identität.

Dies ist bereits der dritte Film des diesjährigen Jurymitglieds Tor Iben, den wir präsentieren dürfen: 2014 zeigten wir den Kurzfilm DAS PHALLOMETER und 2015 den Spielfilm WO WILLST DU HIN, HABIBI? Ihr dürft gespannt sein auf seinen neuen faszinierenden und auch ein wenig irritierenden Film.

Diese Filmvorführung wurde ermöglicht durch die freundliche Unterstützung von:

Paletti

Vielen Dank!

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