Langfilme

… Wir sichten neue Filme für die Langfilmauswahl 2017 …! 

 

Hier die Filme der fünften Festivaledition 2016:

Donnerstag | 3. November | 20 Uhr       

Eröffnungsfilm!  (Der Film beginnt nach der Festivaleröffnung um ca. 20.45 Uhr)

HOLDING THE MAN

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USA 2015 – Regie: Neil Armfield – Story: Timothy Conigrave – 128 min. – OV mit dt. UT

Neun Jahre nach CANDY (mit Heath Ledger) nimmt sich Regisseur Neil Armfield einer der größten schwulen Liebesgeschichten Australiens an: HOLDING THE MAN ist die Verfilmung des gleichnamigen autobiografischen Romans von Tim Conigrave und erzählt von der Beziehung zwischen dem draufgängerischen Tim und dem ruhigen John, die an einem katholischen Internat in Australien in den Siebzigern beginnt und ungefähr 15 Jahre später endet. Der Film zeigt uns die Hochs und Tiefs dieser Beziehung mit Widerständen, Ablehnung, Trennung, Experimentierphasen, Eifersucht, Untreue, Intimität, Stärke, Liebe und letztendlich auch mit dem unabwendbaren Tod. „You are a hole in my life, a black hole… I miss you terribly.” schrieb Conigrave nach Johns Tod.

Dadurch dass der Film zwischen den Zeiten springt, wechseln sich Glücksgefühle mit tiefster Trauer ab. So empfinden die Zuschauer_innen die Geschichte noch intensiver und kaum jemand wird das Kino mit trockenen Augen verlassen.

Das Buch hat den Human Rights Award for Non-Fiction erhalten – der Film wurde für 6 Awards des Australian Film Institute 2016 nominiert und bekam Auszeichnungen u.a. für den besten Darsteller (Australian Film Critics Association Awards, 2016) und die beste Filmadaption (Australian Writers‘ Guild).

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Freitag | 4. November | 19 Uhr 

Gewinnerfilm des 1. QUEER SCOPE-Debütfilmpreis!

KIKI 

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Schweden/USA 2016 – Regie: Sara Jordenö – 96 min. – Original mit dt. UT

Bereits in den 1960ern in der queeren afro-amerikanischen Ballroom- Szene Harlems entstanden, wurde der Vogue Ende der 1980er durch Artikel in Magazinen wie Vogue und Time und durch die ausgezeichneten Doku “Paris Is Burning” als Tanzstil bekannter. Vor allem Madonna aber ist es zu verdanken, dass es der Vogue vom heißen Untergrund in den Mainstream schaffte. Ihr Lied und das dazugehörige Musikvideo gelten auch als Wendepunkt in der Entwicklung des Stils.

Sara Jordenö porträtiert 25 Jahre später zusammen mit Kollaborateur Twiggy Pucci Garcon die aktuelle Ballroom- bzw. Kiki-Szene New Yorks. Tänzer wie der queere Christopher oder die transidente Gia Marie Love und sprechen über persönliche Erfahrungen mit Geschlechter-Ausdruck, Armut und Jugend-Obdachlosigkeit, Homo- und Transphobie, HIV und anderen Themen. Der Vogue bzw. die Kiki-Szene mit ihren “Familien” und “Häusern” geben ihnen Kraft, den harten Alltag zu bestehen.

Ein Glücksfall für die schwedische Regisseurin Sara Jordenö war, dass ihr der Protagonist und Aktivst Twiggy Zugang zur Subkultur verschaffte und auf vielen Ebenen mit ihr zusammenarbeitete. Ihr zugleich distanzierter wie intimer Film erhielt in diesem Jahr den TEDDY-Award als beste LGBTI-Doku und den 1. QueerScope Debütfilpreis.

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Freitag | 4. November | 21 Uhr

FIRST GIRL I LOVED 

USA 2015 – Regie: Kerem Sanga – 91 min.  – Original mit dt. UT

Als die 17-jährige Anne bei der Recherche für die Jahrbuch-AG auf Sasha aus dem Softball-Team stößt, ist sie sofort verknallt. Ohne Vorwarnung trifft sie ihr erster Crush wie ein Blitz. Ihr Leben mit ihrer Mutter und dem Highschoolalltag gerät völlig aus den Fugen. Sie versucht Clifton, ihrem einzigen und besten Freund davon zu erzählen, doch dieser reagiert verstört und feindselig auf die Neuigkeiten, da er sich eigentlich mehr von ihrer Freundschaft erhofft hat. Doch Anne lässt sich dadurch nicht beirren und schafft es, ein erstes Date mit Sasha zu bekommen, das für beide sehr aufregend verläuft. Während Anne auf Wolke Sieben schwebt, ist für Sasha längst nicht alles klar. Sie lässt Anne abblitzen.

Für die bitter-süßen Momenten der ersten Liebe findet dieser Film viele schöne Bilder. Wie kompliziert Sex und das Einstehen für sich selbst sein können, entwickelt er, indem er die vielen Zwischenräume beleuchtet, die entstehen, wenn man zum ersten Mal mit unbekannten Situationen umgehen muss. Ein Coming-out Drama, das mit starken Charakteren und gutem Schauspiel überzeugt. Dylan Gelula spielt die ständig leicht genervte Außenseiterin so lakonisch und natürlich, dass man einfach mit ihr sympathisieren muss. Auf dem Sundance Film Festival wurde der Film als Indie-Hit gefeiert.

> Hinweis: Dieser Film enthält eine Szene sexualisierter Gewalt! 

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Freitag | 4. November | 23 Uhr

THÉO & HUGO

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Frankreich 2016 – Regie: Olivier Ducastel, Jacques Martineau – 97 min. – OV mit dt. UT

Théo entdeckt Hugo kurz vor Ende der Nacht in einem Sexclub und lässt ihn nicht mehr aus den Augen. Wie hypnotisiert nähert er sich ihm durch das aufgeheizte Treiben der anderen Männer bis er ihn schließlich küsst mit ihm verschmilzt. Wir sind mitten in der vermutlich längsten Sexszene der Filmgeschichte und werden Zeugen, wie die beiden Protagonisten nicht nur sexuelle Lust miteinander Teilen, sondern auch tiefe Zuneigung.

Der in Echtzeit, während einer Nacht gedrehte Film begleitet die beiden aus dem Club und hinaus in ein fast menschenleeres Paris. Sie radeln plappernd durch die Stadt und halten sich brav an alle Regeln. Doch schon bald wird den beiden klar, dass sie in der Hitze und Beseeltheit ihrer Begegnung eine entscheidende Kleinigkeit vergessen haben. Und als der neue Tag noch nicht richtig angebrochen ist, haben die beiden schon fundamentale Fragen einer langen Beziehung durchlebt: Wie viel muss man voneinander wissen? Lohnt es sich zu vertrauen? Was bringt die Zukunft? Wie viel Verantwortung hat man für den Anderen?

Die beiden Hauptdarsteller Geoffrey Couët und François Nambot verzaubern mit umwerfendem Charme, großer Authentizität und beeindruckender Offenheit. Der achte Film des französischen Regie-Duos Olivier Ducastel und Jacques Martineau erhielt Publikumspreise in Berlin, Nizza und Boston.

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Samstag | 5. November | 17 Uhr

In Anwesenheit des Regisseurs! +Kurzfilm!

JENSEITS VON ROSA UND HELLBLAU

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Deutschland 2016 – Regie: Marcus G. Preis – 62 min. – Deutsche Originalfassung

Schon lange vor der Pubertät ist bei Kindern ein Sinn für ihre eigene Geschlechtsidentität vorhanden. Sophia, 6, und Nuka, 13, sind gute Bespiele dafür. Bereits mit 2 Jahren machten sie deutlich, dass sie sich anders fühlten als es ihr Äußeres von Geburt an vorgab. Glücklicherweise nahmen ihre Eltern die Gefühle und Wünsche ihrer Kinder ernst. Sie ermöglichten ihnen, bereits in jungen Jahren so zu leben, wie sie sich empfinden. Und auch die Schulen spielten dabei mit. Die Doku versucht zu erörtern, was Familien, Umfeld, Pädagogik und die Gesellschaft generell zu einem richtigen Umgang mit Trans-Kindern beitragen können. So kommen nicht nur Sophie und Nuka mit ihren Eltern zu Wort, sondern auch ihre Lehrer, eine Endokrinologin und eine Therapeutin.

Nach dem Film wird es die Möglichkeit geben, alle Fragen mit dem anwesenden Regisseur zu diskutieren.

Vorfilm: THAT’S MY BOY

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Indien 2015 –  Regie: Akhil Sathyan – 24 min. – Original mit engl. UT

Eine Dokumentation über Sonu, einen jungen Inder, der sich einer geschlechtsangleichenden Operation unterzog und in seiner Heimat zum Vorbild für viele in ähnlichen Situationen wurde.

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Samstag | 5. November | 19 Uhr

In Kooperation mit dem HEIMSPIEL FILMFEST

KATER

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Österreich 2016 – Regie: Händl Klaus – 114 min. – Deutsche Originalversion

Andreas und Stefan führen eine glückliche Beziehung voller Zärtlichkeit und Leidenschaft. Gemeinsam mit ihrem geliebten Kater Moses leben sie unbeschwert in einem idyllischen Haus in den Weinbergen Wiens. Sie arbeiten als Berufsmusiker und gefragter Disponent im selben Orchester und feiern mit ihrem großen Kollegen- und Freundeskreis gerne ausgiebige Feste. Die Liebe zur Musik und zu ihrem pelzigen Gefährten prägen den Alltag der beiden Männer.

Bis ein Ereignis, plötzlich und unerklärlich, die Beziehung erschüttert. Es ist der blinde Fleck, den wir alle in uns tragen, der bei Stefan zu einem Gewaltausbruch führt, der ihn selbst völlig überrascht. Während er den Boden unter den Füßen verliert, ringt Andreas mit seinem Misstrauen und um seine Liebe zu Stefan.

Der Tiroler Regisseur Händl Klaus erzählt mit viel Feingefühl von der Fragilität der Liebe. Auf der diesjährigen Berlinale erhielt der viel gefeierte Film den Teddy-Award für den besten Spielfilm. Die Jury lobte neben der “herausragenden Performance” des Katers den “meisterhaften Schnitt, die wunderschöne Kinematographie und die großartige Leistung des menschlichen Ensembles”. Die herausragenden Theaterdarsteller Philipp Hochmair und Lukas Turtur entwickeln eine Intimität, die man selten sieht.

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Samstag | 5. November | 21 Uhr

WOMEN WHO KILL

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USA 2016 – Regie: Ingrid Jungermann – 91 min. – Original mit dt. UT

Morgan und Jean waren einmal ein Paar. Und immer noch moderieren sie gemeinsam ein Podcast über “Wahre Verbrechen” mit dem sie bereits lokale Berühmtheiten erlangten. Mit ihren realen Gruselgeschichten begeistern sie so manchen Krimifan. So wenig die beiden als Paar funktionierten, so gut harmonieren sie nun als Moderatorinnen-Duo.

Eines Tages lernt Morgan die mysteriöse Simone kennen und schon gerät auch das berufliche Gleichgewicht ins Wanken. Morgen lässt sich trotz vieler Warnungen von Freunden, auf eine Beziehung mit Simone ein. Und tatsächlich scheint vieles an ihr sehr merkwürdig. Es beginnt ein Kreislauf aus Verdächtigungen, Paranoia und Angst. Die einzige Vertraute, die Morgan in ihrem Gefühlschaos Beistand gibt sitzt wegen mehrfachen Mordes im Gefängnis, was die Sache auch nicht eben einfacher macht.

WOMEN WHO KILL ist mit seinem herrlich erfrischenden und charmant-frechen Humor ein durchweg gelungener Debütfilm von Ingrid Jungermann. Mit viel Situationskomik ergründet sie Sinn und Funktionsweise moderner Beziehungen, hier in Brooklyn. Es wird schräg und ein wenig gruselig.

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Sonntag | 6. November | 17 Uhr

Familiennachmittag! FREIER EINTRITT für alle unter 18! 

RARA

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Chile/Argentinien 2016 – Regie: Pepa San Martín – 93 min. – Original mit dt. UT

Die 12-jährige Sara lebt nach der Trennung ihrer Eltern mit ihrer jüngeren Schwester bei ihrer Mutter und deren Lebensgefährtin. Ihr Alltag läuft ab, wie in anderen Familien auch und dass ihre Mutter lesbisch ist, kümmert sie wenig. Ihren Vater dagegen schon. Die pubertären Wirrungen vor Saras 13. Geburtstag deutet er als Auswirkung ihres unnormalen Umfeldes. Und währen sich die Erwachsenen einen Kleinkrieg liefern dreht sich bei Sara eigentlich alles nur um ihre erste Liebe, ihren sich verändernden Körper und die Frage, wen sie zu Ihrer großen Party einladen soll. Dabei hat das Verhalten der Eltern grundlegende Auswirkungen auf ihr Leben.

Dem Drehbuch liegt ein realer Sorgerechtsfall aus dem Jahr 2004 zugrunde, in dem eine Richterin das Sorgerecht für ihre Kinder verlor, weil sie lesbisch war. Pepa San Martin gelingt es in ihrem Langfilmdebüt diesen Stoff mit ungeheurer Leichtigkeit zu inszenieren ohne den Ernst des Themas aus den Augen zu verlieren. Julia Lubbert begeisterte als Sara nicht nur das generationen übergreifende Publikum der Berlinale 2016. Nicht zuletzt wegen ihrem selbstbewussten, natürlichen und überzeugenden Spiel handelt es sich bei RARA um einen außergewöhnlichen Film.

Wir zeigen diesen Film als Familienvorstellung. Jugendliche unter 18 Jahren erhalten freien Eintritt. Wir würden uns freuen Euch begrüßen zu dürfen.

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Sonntag | 6. November | 19 Uhr

+Kurzfilm!

WEEKENDS

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Südkorea 2016 – Regie: Lee Dong-ha – 98 min. – Original mit engl. UT

Jedes Wochenende probt der schwule Männerchor G-Voice in Seoul. Ihre Liedermappen enthalten nicht nur das typisch ‚queere‘ Repertoire, sondern auch viele Eigenproduktionen. Darin thematisieren sie Erfahrungen mit ihren meist konservativen Familien und auch gegenüber der traditionell geprägten koreanischen Gesellschaft, aber lassen auch schwule Lebensfreunde nicht zu kurz kommen. G-Voice singen für Gleichberechtigung und gegen Diskriminierung, und engagieren sich damit nicht nur auf LGBTI-Demos.

Regisseur Lee Dong-ha gelingt es mit seiner Dokumentation, beinahe beiläufig einen tiefen Einblick in das schwule Leben in Südkorea zu geben. Er begleitet die Chormitglieder auch in ihren Alltag nach den Proben und ist dabei, wenn beim Essen die Gespräche persönlicher werden. Besonders faszinierend sind die eigens für WEEKENDS gedrehten Musikvideos.

Vorfilm: THE JOURNEY

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Großbritannien 2016 – Regie: Ross Bolidai – 3 min. – Original mit engl. UT

Die Doku über Martin ist so kurz wie bewegend. Erst mit 85 hilft ihm der Rückhalt eines schwulen Männerchores zu seiner Homosexualität zu stehen.

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Sonntag | 6. November | 21 Uhr

EINTRITT FREI…! 

HEDWIG AND THE ANGRY INCH

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USA 2001 – Regie: John Cameron Mitchell – 95 min. – Englische Originalversion

Das schrille Punk-Musical endlich in Regensburg! Was als erfolgreiches Broadway-Musical begann, wurde schnell zum queeren Leinwand-Hit mit Kultstatus. Der Film verfolgt mal in Rockmanier, mal in leiseren Tönen die Geschichte der genderqueeren Hedwig, die in Ost-Berlin als Hansel aufwuchs.

Um einen US-Soldaten zu heiraten und aus der DDR zu fliehen, lässt sich der transfeminine Hansel auf eine Geschlechts-OP ein. In den USA angekommen gründet Hedwig eine Rockband. Sie verfällt dem jungen Tom, der zugleich Muse und Liebhaber wird. Jedoch lässt er sie sitzen, um eine Solo-Karriere einzuschlagen. Ihre Songs verhelfen ihm dabei zum Erfolg. Hedwig bahnt sich zwischen Fischrestaurant, Urheberrechtsstreit, Liebe und dem ganz normalen Wahnsinn einen Weg zu sich selbst. Über historische Ungereimtheiten sieht man dabei mit einem Schmunzeln hinweg.

Regisseur John Cameron Mitchell war Musicalschauspieler und verkörpert die Rolle der Hedwig selbst. Auch der orgiastische Indiekracher SHORTBUS ist ihm zu verdanken. HEDWIG (Teddy- Award 2001) besticht nicht nur durch schmissigen Sound, sondern ist auch in der Optik sehr aufwändig inszeniert: Hedwig trägt allein 41 verschiedene Outfits! Lasst euch von dem bombastischen Trip duch die 80er und 90er begeistern!

Der Eintritt ist zur Feier unseres fünfjährigen Bestehens frei!

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Montag | 7. November | 21 Uhr

BEING 17

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Frankreich 2016 – Regie: André Téchiné – 116min. – Original mit dt. UT

Damien und Thomas gehen in dieselbe Gymnasialklasse und sie können sich ganz und gar nicht leiden. Sobald Worte und Blicke nicht mehr genügen, um sich gegenseitig zu demütigen und zu verletzen, wird die körperliche Provokation und Konfrontation gesucht. Lange ist dies die einzige Ebene, auf der die beiden ihre gegenseitige Anziehung kompensieren können.

Gegensätzlicher könnten Leben und familiäres Umfeld der beiden kaum sein: Damien lebt als Sohn einer Landärztin und eines Militärpiloten in einer beschaulichen Kleinstadt. Thomas ist Adoptivsohn einer Bauernfamilie, die auf einem ebenso abgeschiedenen wie archaischen Hof in den Bergen lebt. Als die zwei eines Tages dazu gezwungen sind unter einem Dach zu leben, scheinen die Spannungen ihren schonungslosen Höhepunkt zu erreichen…

In seinem neuen Film widmet sich Altmeister André Téchiné dem Aufwachsen in unterschiedlichen sozialen Milieus und den jugendlichen Wirren mitsamt der Entdeckung der ersten Liebe. Eine beeindruckende Leichtigkeit und Sinnlichkeit begleiten die realistisch gezeichnete Story. Mit einem Höchstmaß an Geduld schält Téchiné den wahren Kern der Beziehung zwischen Damien und Thomas heraus. Dabei findet er beeindruckende Bilder in faszinierender Bergkulisse, die das fabelhafte Ensemble perfekt zur Geltung kommen lassen und den Film zu einem Erlebnis der besonderen Art machen.

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Dienstag | 8. November | 21 Uhr

LIBERTY’S SECRET – THE 100% ALL-AMERICAN MUSICAL

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USA 2016 – Regie: Andy Kirshner, Debbie Williams – 95 min – Original mit dt. UT

Der (fiktive) konservative Senator Kenny Weston will der nächste Präsident der Vereinigten Staaten werden. Die Sache hat einen Haken: bereits vor seiner Nominierung gilt die Kampagne als vollkommen chancenlos. Aus der Not heraus kommt seinem Team die rettende Idee: ein junges, sympathisches Gesicht soll frischen Wind und Stimmen bringen. Ein Gesicht wie das der bildhübschen singenden Pfarrerstochter Liberty Smith. Sie soll als Gallionsfigur mitsamt Charme und Talent die Kampagne durchs Land begleiten. Alles läuft nach Plan, und der Plan geht trotz Libertys Unerfahrenheit im Kontakt mit der Öffentlichkeit auf: Liberty gewinnt die Herzen der Wähler und Westons Umfragewerte steigen. Allerdings nur bis zu dem verhängnisvollen Moment, als sich zwischen Liberty und der Kommunikationsleiterin Nicole die professionelle Distanz auflöst …

Andy Kirshner hat nicht nur zusammen mit Debbie Williams Regie geführt, Musik und Drehbuch, die Filmproduktion und den Schnitt zu verantworten, er spielt auch die schräge Nebenrolle des TV-Moderators Rolf Schnitzel. LIBERTY’S SECRET überzeugt durch leichte Unterhaltung dank witziger Pointen und mitreißender Songs. Nicht nur Musical-Liebhaberinnen kommen auf ihre Kosten, auch alle anderen dürfen sich freuen: keine Lesbe muss sterben, und auch keine hetero werden. Und an Aktualität ist dieser Film natürlich nicht zu überbieten!

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