Dienstag: Rafiki

23.10. um 21.00 Uhr 

RAFIKI 

— im Produktionsland Kenia verboten! 

Kenia 2018 — Regie: Wanuri Kahiu — 83 Min. — Engl. u. Swahili OmdU 

Trailer

Der Film erzählt von der geheimen Beziehung zweier kenianischer Teenager: Ziki und Kena sind zwei junge Frauen, deren Väter gerade in der Lokalwahl gegeneinander antreten. Die beiden sollten deshalb besser Abstand voneinander halten, jedoch können Kena und Ziki einer romantischen und auch sehr sinnlichen Anziehungskraft nicht standhalten und verlieben sich ineinander. Die eher stille Kena hat dabei alle Hände voll zu tun, denn Ziki ist unbedarft und impulsiv. Und sie denkt, sie kann die Welt und ihre Regeln einfach gekonnt ignorieren. 

Coming out-Geschichten sind schon oft im Kino zu sehen gewesen,  Rafiki hat es aber geschafft uns zu fesseln und zu begeistern. Jenseits aller Klischees zeigt die Regisseurin ein buntes, poppiges und auch modernes Afrika. Deutlich wird der Konflikt zwischen Tradition und Aufbruch thematisiert und das traditionelle Rollenverständnis und die negative Tradition Beurteilung von Homosexualität in Frage gestellt.  Als erster kenianischer Film überhaupt wurde RAFIKI für das Festival in Cannes ausgewählt. In seiner Heimat ist RAFIKI „wegen seines homosexuellen Themas und seiner klaren Absicht, Lesben in Kenia gegen das Gesetz und die herrschenden Werte der Kenianer zu fördern“ verboten. (Eine Ausnahme bildete lediglich die Bewerbung als ausländischer Oscar-Beitrag, denn dafür ist eine einwöchige Veröffentlichung im Produktionsland nötig.)

Vorführung ermöglicht durch: 

WRW copy

 

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